Allgemeines zu Tagesgeld und Sparbuch
Grundsätzlich ist Tagesgeld gleich konzipiert, wie ein herkömmliches Sparbuch. Aufgrund der hohen Sicherheit zählen diese Sparformen heutzutage zu den beliebtesten Anlageformen, wobei erfahrungsgemäß und aus Tradition ältere Kunden lieber zum bewährten Sparbuch greifen. Jüngere Sparer hingegen bevorzugen bereits im vermehrten Maße Tagesgeld, um ihr Geld anzulegen. Im Fachjargon gehören Tagesgeld und Sparbuch zu den sogenannten Sichteinlagen, die auch der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung der Banken unterliegen. Somit sind in Österreich alle Tagesgeld- und Sparbuchguthaben bis zu einer Höchstgrenze von maximal 100.000 Euro durch einen Sicherungsfonds abgesichert, der durch die Banken ununterbrochen sicherzustellen ist.
Im Gegensatz zum Sparbuch ist das Tagesgeld aber mit höheren Zinsen ausgestattet bzw. hat der Kunde bei Tagesgeld keine Kündigungsfristen einzuhalten. Im Zugriff auf das Guthaben gibt es keine Unterschiede. Bei beiden Anlageformen ist ein jederzeitiger Zugriff auf die Spareinlagen für Abhebungen und Einzahlungen möglich. Bei Tagesgeld ist dafür aber ein Referenzkonto erforderlich, auf das der gewünschte Betrag zu überweisen ist. In Zeiten einer Inflation ist Tagesgeld gegenüber dem Sparbuch aber im Vorteil, da es einer Geldentwertung weniger ausgesetzt ist. Allerdings sind Tagesgeld und Sparbuch nicht dafür geeignet, um regelmäßige Überweisungen vorzunehmen.
Beliebtheit von Sparbuch und Tagesgeld
Auch in Österreich hat sich das Tagesgeld in der Beliebtheit der Sparer gegenüber dem Sparbuch durchgesetzt. Die Österreichische Nationalbank OENB weist allerdings in ihren Statistiken nur einen Teil der auf Sparbüchern geparkten Einlagen separat aus, ein anderer Teil der „Einlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten“ wird unter „Einlagen mit Laufzeit von bis zu zwei Jahren“ subsummiert, so dass im Gegensatz zu Deutschland keine direkte Vergleichbarkeit der Entwicklung gegeben ist:
