Zinsen in Österreich beim Tagesgeld

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank ist geradezu auf einem historischen Tief angelangt. Der Hauptfinanzierungssatz bleibt auch im ersten Quartal des Jahres 2013 bei 0,75 % und der Spitzenrefinanzierungssatz, sowie der Bankeinlagensatz bleiben mit 1,50 % weiter im Tief. Die niedrigen allgemeinen Zinssätze sollen die Wirtschaft im Zuge der Finanzkrise stärken. Demzufolge sanken auch die Zinsen für die Sparer im gesamten Raum der Europäischen Union während der vergangenen Monate rapide nach unten. Das macht sich natürlich auch für die Kleinanleger in Österreich schmerzlich bemerkbar. Zinssätze für Spareinlagen bei den Tagesgeldern werden gerade einmal mit höchsten 1,30 % benannt. Im Durchschnitt bewegen sich die Zinsen für das Tagesgeld in Österreich um die 1 %. Diese Entwicklung teilt das Land mit allen übrigen Staaten im Raum der EU. Nur geringfügig höher sind einige Angebote für die Zinsen für Tagesgeld in manchen europäischen Ländern. Gesunken sind auch die Zinsen für Anlagen, wie zum Beispiel das Festgeld und weiter am Ende der reinen Sparanlagen bewegt sich das Sparbuch.

Zinsen in Gegenüberstellung zur Inflationsrate

Die Inflationsrate in Österreich bewegte sich im Monat März 2013 bei 2,3 %. Das entspricht einer leichten Abschwächung der Inflation. Noch im Vormonat Februar lag die Inflationsrate bei 2,5 %. Damit nehmen zwar auch die Wertverluste von Spargeldern für die Kleinanleger ab. Allerdings bleiben die angebotenen Zinsen der Banken weiter hinter der Inflationsrate zurück. Einen Ausgleich schafft das Sparen dennoch, denn wer zinslos sein Geld hortet, muss den gesamten Wertverlust der Inflationsrate dabei hinnehmen. Finanzexperten meinen vorhersagen zu können, dass es zu weiteren Senkungen der Zinsen durch EZB vorerst nicht kommen wird. Mit vollkommener Sicherheit kann das jedoch niemand festlegen.

Gute Zinsen wählen und flexible Geldanlagen vorziehen

Da durch die allgemeinen Zinseinbrüche auch die Gelder für ein Festgeldkonto nicht mehr so hoch wie in früheren Zeiten verzinst werden, dürfte es klug sein, sich derzeit eher auf flexible Anlagen zu konzentrieren. Als beste Lösung zeigt sich immer noch das Splitten von Spargeldern auf übersichtliche Festgeldanlagen von einigen Monaten bis zu einem Jahr und der gleichzeitigen Nutzung des Tagesgeldes als flexibler Geldanlage. Bekommen die Zinsen wieder neuen Aufwind, so sind solche Sparer nicht auf die derzeit geltenden niedrigen Zinsen festgelegt und können sich schnell besseren Angeboten zuwenden. Sehr langfristige Geldanlagen sollten dagegen nur dort getätigt werden, wo es noch wirklich lohnende Renditen gibt. So lohnen sich Geldanlagen mit langfristigen Festlegungen auf dem Markt der Investitionen von Kleinanlegern in grüne Energien, aber auch in Investment- und Aktienfonds. Der Durchschnittssparer, der eher geringere Geldbeträge anlegen kann, bleibt beim flexiblen Tagesgeld derzeit noch ganz gut im Rennen. Immerhin besteht hier durch die formlose Kündigung die Möglichkeit jeweils zu den vorteilhaftesten Angeboten der Banken zu wechseln, ein so genanntes Tagesgeld Hopping zu betreiben.

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